Atemphysiotherapie

Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege  können vielfältige Ursachen und Verläufe haben. Die Symptome ähneln sich meist und reichen von Atemnot über Husten bis hin zu Schmerzen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich und im Brustkorb. Um die Beschwerden erfolgreich zu lindern, bietet sich neben einer medikamentösen Behandlung oder einer Salzlufttherapie unterstützend auch eine Atemphysiotherapie an. Bei letzterer geht es darum, die Störungen wirksam zu reduzieren und den Betroffenen das Atmen zu erleichtern. In erster Linie soll dabei mit Hilfe kontinuierlich durchgeführter Übungen überflüssiger Schleim aus den oberen und unteren Atemwegen gelockert und abtransportiert werden. Hierfür kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Neben Atemgymnastik und Klopfmassagen finden auch medizintechnische Hilfsmittel – wie PEP-Geräte (z. B. das RC-Cornet®) oder Atemmuskeltrainer – Verwendung.  Bei regelmäßigem Training lassen sich die Beschwerden wirksam reduzieren und der Arzneimittelbedarf häufig deutlich verringern. Eine ideale Unterstützung der Atemphysiotherapie stellt die Salin® Salzlufttherapie dar.

Frau atmet durch

Kurz erklärt: Atemwegserkrankungen

Aufgabe unserer Atmungsorgane ist es, Atemluft zu transportieren. Dabei wird grob zwischen den oberen und unteren Atemwegen unterschieden. Ebenso vielschichtig wie das Atemsystem selbst, gestaltet sich auch das Spektrum möglicher Erkrankungen. Die bekanntesten Formen, von denen wohl jeder schon einmal betroffen war, sind Erkältungen und grippale Infekte. Hiervon können sowohl die oberen Atemwege betroffen sein, wie bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder auch die Lunge, wie z. B. bei einer Bronchitis oder gar Lungenentzündung.  Zu den chronischen Erkrankungen der unteren Atemwege gehören beispielsweise  die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) und Asthma. Eine Atemtherapie bzw. Atemphysiotherapie ist bei letzteren besonders hilfreich und kann die Symptome in vielen Fällen deutlich lindern.

Für wen eignet sich die Atemphysiotherapie?

Für wen kommt RC-Cornet® in Betracht?

Das oszilllierende PEP-Gerät kann zuhause ebenso eingesetzt werden wie in Praxen und Kliniken. Von Fachverbänden wird es bei folgenden Erkrankungen empfohlen:

  • Raucherhusten
  • COPD (Chronisch obstruktive Bronchitis)
  • Mukoviszidose
  • Bronchiektasen
  • Lungenemphysem

Das RC-Cornet® ist bei entsprechender Diagnose durch den Haus- oder Facharzt auf Rezept erhältlich. Die hierfür entstehenden Aufwendungen werden meist als Hilfsmittel von den Krankenkassen erstattet.

Frau hustet

Die genannten chronischen Lungenerkrankungen sind gekennzeichnet von festsitzendem, zähem Schleim, Atemnot und anhaltendem Husten. Während bei gesunden Menschen der Schleim durch die Flimmerhärchen der Bronchien sowie durch Husten effizient abtransportiert wird, ist dieser Mechanismus bei den vorgenannten Erkrankungen gestört. Der Schleim verstopft die Lunge und verursacht Atemnot. Außerdem bildet er einen idealen Nährboden für Krankheitserreger. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Infekte und Exazerbationen. Deshalb stehen die Entfernung des hartnäckigen Schleims und die damit einhergehende Befreiung der Lunge im Zentrum der Atemtherapie.

Für wen eignet sich die Anwendung von RC-Cornet® N?

Mann mit Inhalationsgerät beim Arzt

Die Anwendung des RC-Cornet® N (Nasencornet) schafft auf sanfte Weise eine freie Nase und befreit die Nasennebenhöhlen. Das RC-Cornet® N ist für Erwachsene und Kinder geeignet.

RC-Cornet® N wird bei folgenden Erkrankungen empfohlen:

  • Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Asthma mit Postnasal-Drip-Syndrom
  • Chronischer Schleimbildung im Nasen-Rachenraum
  • Belüftungsstörungen der Nasennebenhöhlen und des Mittelohrs
  • Sinubronchialem Syndrom
  • Nasenspraysucht (Privinismus)

Mit diesen Erkrankungen gehen unter anderem die folgenden Beschwerden einher: eine verstopfte Nase, Kopfschmerzen, Druck im Ohr, geschwollene Augen, eingeschränkter Geruchssinn, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Eine regelmäßige Anwendung lindert Beschwerden effektiv und auf natürliche Weise. Schon bei der ersten Anwendung spüren Sie die Wirkung der Behandlung.

Unsere Atmung

Unser Atemsystem umfasst die luftleitenden Abschnitte zwischen der Außenwelt und den Lungenbläschen. Zuverlässig leitet es sauerstoffreiche Luft in die Lungenbläschen (Alveolen), in denen der Sauerstoff ins Blut überführt wird. Umgekehrt transportieren die Atemwege kohlendioxidreiche Luft aus der Lunge wieder nach außen. Sind die Atmungsorgane erkrankt, kann dieser Prozess erheblich gestört sein. So findet beispielsweise bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) kein ausreichender Gasaustausch mehr statt. Da in einem solchen Falle der Körper nicht mehr in gewohntem Maße mit Sauerstoff versorgt wird, tritt als Folge eine Schwächung des gesamten Organismus ein. Bei immungeschwächten, chronisch kranken oder älteren Menschen kann das unter Umständen lebensgefährliche Auswirkungen haben.

Zeichnung Lungenentzündung

Gesunde Lungenbläschen:

Als wichtigste Komponenten der Lunge befinden sich die Alveolen ganz am Ende der Bronchien. Ein gesunder erwachsener Mensch verfügt über etwa 300 Millionen dieser kleinen Bläschen, die unermüdlich dafür sorgen, dass ein stetiger Gasaustausch zwischen Organismus und Umwelt stattfindet. Um Ruhezustand schleust unser Körper etwa acht Liter Luft in einer Minute durch die Lungenbläschen.

Entzündete Lungenbläschen:

Durch die Bronchien sind die Alveolen in der Regel gut gegen Infektionen geschützt. Gelangen dennoch Viren oder Bakterien bis zu den Lungenbläschen, können sie sich entzünden. Als Abwehrreaktion bildet der Körper Eiweiße und Flüssigkeit, die dann in die Alveolen eindringen. Die Kombination aus entzündeten Zellen und Einlagerungen von Wasser sowie eitrigem Material verhindert schließlich einen Gasaustausch in gewohntem Umfang.

Atemphysiotherapie mithilfe von PEP-Geräten

Anwendung des RC-Cornet®

Durch verschiedene Einstellungen am Mundstück kann das RC-Cornet® für unterschiedliche Behandlungen genutzt werden:

Erstens, zur Weitung der Atemwege zwecks Verringerung der Atemnot und zweitens, zur Mobilisation des Bronchialschleims und damit einhergehend zur Reduzierung des Hustens. Das RC-Cornet® bietet von 0 bis 4 fünf verschiedene Einstellungen am Mundstück. In den Einstellungen 0 bis 2 entsteht ein dauerpositiver Druck mit aufgesetzten Druckschwankungen (kombinierter PEP). Dieser erreicht die kleinsten Verästelungen des Atemsystems bis zu den Lungenbläschen selbst. Auf diese Weise werden die Atemwege geweitet und stabilisiert und dadurch Verengungen reduziert. So können Teile der Lungenbläschen wieder belüftet und die Atemnot eingedämmt werden.

RC-Cornet R

In den Einstellungen 3 und 4 wird der Bronchialschleim mobilisiert, so dass er abgehustet werden kann. Beim Ausatmen wird durch das RC-Cornet® ein langsam ansteigender Druck aufgebaut, der dann urplötzlich abfällt (sogenannter dynamischer PEP). Dabei werden Verschleimungen von den Bronchialwänden quasi abgesprengt und der Schleim verflüssigt. Hierdurch wird der Husten wieder produktiv und kann seine eigentliche Funktion erfüllen: den wirkungsvollen Abtransport des Bronchialschleims.

Nach erfolgreichem Abhusten gehen die Symptome automatisch zurück, da die Rezeptoren weniger gereizt sind. Weniger Schleim in den Bronchien bietet Bakterien weniger Nährboden, wodurch die Infektanfälligkeit verringert wird. RC-Cornet® stellt somit eine ideale Ergänzung zur Salin® Salzlufttherapie dar. Um einen optimalen Behandlungserfolg zu erzielen, sollten Sie das RC-Cornet® möglichst täglich anwenden.

Für eine einfache und schnelle Reinigung empfehlen wir RC-clean® Reinigungsbeutel für die Mikrowelle.

Anwendung des RC-Cornet® N

Der Gebrauch des RC-Cornet® N ist denkbar einfach. Während Sie ein Nasenloch mit dem Finger verschließen, führen Sie das Nasenstück des RC-Cornet® N in das andere Nasenloch ein. Atmen Sie nun langsam durch die Nase aus. Dabei flattert der Ventilschlauch im Inneren des Geräts. Hierdurch entsteht ein positiver Druck, der sich auf Ihren gesamten Nasen-Rachenraum überträgt und so eine wirksame Atemtherapie darstellt. Es wird empfohlen, das RC‐Cornet® N bei akuten Beschwerden dreimal täglich 1 bis 2 Minuten für jedes Nasenloch anzuwenden.

Auch hier gilt: Der Erfolg der Behandlung hängt entscheidend von der regelmäßigen Anwendung ab.

Die Wirksamkeit kann weiter erhöht werden, wenn vor der Anwendung des RC-Cornet® N die Nase mit einer physiologischen Kochsalzlösung behandelt wird. Hierzu bietet die RC-Pflege® N an. Dies ist ein Nasen- und Rachenspray, das die Schleimhäute reinigt, schützt und pflegt. Anders als die meisten anderen abschwellend wirkenden Nasen- und Rachensprays kann RC-Pflege® N ohne Bedenken langfristig sogar täglich angewendet werden. Denn aufgrund seiner Inhaltsstoffe ist die Gefahr, eine Nasensprayabhängigkeit zu entwickeln, ausgeschlossen.

Bei regelmäßiger Anwendung wird empfohlen, das RC-Cornet®zweimal pro Woche zu reinigen. Zur Reinigung können Sie das RC-Cornet® N entweder auskochen, sterilisieren oder bequem, mit minimalem Aufwand, in der Mikrowelle mit RC-Clean Reinigungsbeuteln desinfizieren.

Wirkung

Frau atmet mit geschlossenen Augen durch

Wie wirkt RC-Cornet®?

Das RC-Cornet® befreit die Lunge effektiv von hartnäckigem Bronchialschleim und reduziert Atemnot und Husten. Hierdurch verringert es gleichzeitig Ihre Anfälligkeit für Sekundärinfektionen.

Studien haben gezeigt, dass die regelmäßige, am besten tägliche Anwendung des RC-Cornet® den Antibiotikabedarf verringert und die Zahl der Klinikaufenthalte reduziert. Anders als andere Geräte zur Atemphysiotherapie nutzt das RC-Cornet® die gesamte Ausatemluft zur wirkungsvollen Reinigung der Atemwege und ist somit besonders für Atemübungen bei COPD geeignet.

Wie wirkt RC-Cornet® N?

Die Wirkung des RC-Cornet® N umfasst die gesamten Nasennebenhöhlen und den Rachenraum.

RC-Cornet® N ist ein oszillierendes PEP-System, das eine Atemtherapie mittels positivem Ausatemdruck ermöglicht. Seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Beim Ausatmen in das RC-Cornet® N baut sich ein positiver Druck auf, der sich auf den gesamten Nasen-Rachenraum überträgt. Hierdurch werden die Schleimhäute physikalisch massiert und die oberen Atemorgane belüftet.

Die sanfte Druckmassage bei der Anwendung des RC-Cornet® N befreit die oberen Atemwege effektiv von Schleim. Außerdem wird der Lymphfluss angeregt und die Öffnungen der Nasennebenhöhlen spürbar erweitert und belüftet.

Langfristig wirkt die Behandlung abschwellend, schleimlösend und regenerierend. Das RC-Cornet® N ist eine ideale Ergänzung der Salin® Salzlufttherapie. Die Kombination beider erhöht die Wirksamkeit der Behandlungen, die sich gegenseitig verstärken. So kann im Idealfall bei regelmäßiger Atemtherapie eine Verkürzung der Behandlungsdauer erreicht werden.

Atemübungen bei COPD: Was tun, wenn die Luft knapp wird?

Lippenbremse

Einige Atemtherapie-Techniken können Menschen, die von COPD betroffen sind, das Luftholen erleichtern. Die sogenannte Lippenbremse unterstützt dabei, Schleim zu lösen, tieferliegende Lungenareale effektiv zu belüften und die Atemmuskulatur zu stärken. Legen Sie hierfür die Lippen zunächst entspannt aufeinander und pressen Sie sie dann zusammen. Nun atmen Sie langsam durch die verengte Öffnung aus.

Kutschersitz

Körperhaltungen, in denen die Atmung leichter fällt, können ebenfalls dazu beitragen, verengte Bronchien zu erweitern und so das Lungenvolumen zu erhöhen. Eine solche Haltung ist der Kutschersitz. Setzen Sie sich hierfür auf einen Stuhl und beugen Sie den Oberkörper nach vorn. Mit den Knien abgestützten Ellenbogen atmen Sie nun möglichst gleichmäßig und ruhig. Weitere Übungen finden Sie im Video: